ABB | High-Tech-Villa steckt voller Intelligenz

von Alexander Kessler

 

Allein der Technikraum ist so groß, wie andernorts in einem Rathaus: In dieser Villa möchte ich mir ein Bild machen, wie intelligente Gebäudesystemtechnik live und in Aktion aussieht.

 

Auf Bernd Jung warte ich vor einer Baustelle in einer kurzen Seitenstraße. Er ist als Vertriebsmitarbeiter der ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsgesellschaft für den Neubau zuständig und ich schaue ihm heute bei seiner Arbeit über die Schulter. Noch deutet von außen nichts auf darauf hin, dass die Villa über eine komplette intelligente Gebäudesystemsteuerung von ABB verfügt. Ich bin gespannt, wie es drinnen aussieht.

 

Vier Tage “on the road”

 

Privat ist Bernd Jung gerne auf stark motorisierten Zweirädern unterwegs, cruist durch die Dolomiten über steile Passstraßen. Heute ist er jedoch mit seinem schwerbeladenen Kombi in den Tag gestartet. Der Kofferraum ist voll von Prospekten, Anschauungsmaterial und Katalogen. Die Straßen im Gebiet zwischen Wiesbaden, Hanau, Aschaffenburg und Darmstadt kennt er ebenso gut wie seine Motorradstrecken. Vier Tage in der Woche verbringt er „on the road“, ist beim Kunden vor Ort, begutachtet Projekte, führt Gespräche, knüpft Beziehungen. So wie heute mit Andreas Pawelczyk. Ihn treffen wir im Wohnzimmer des Rohbaus. Er ist als Geschäftsführer der Firma Lichtwerte für die Elektrifizierung des Anwesens bei Frankfurt zuständig.

Drinnen erwartet uns nichts als ein normaler Rohbau. Auf den ersten Blick eine Enttäuschung. Wo steckt die Steuerung? Wo macht sich die Intelligenz bemerkbar? Pawelczyk schwärmt von dem Anwesen. Daten prasseln auf mich ein: sechs Zentimeter dick sind die Fenster; 18 Kilometer Kabel sind verlegt; fünf Tiefenbohrungen im Garten; vier Bäder im Haus. Der Pool ist in der Terrasse versenkbar und hat drei Gegenstromantriebe. Ein Glasboden in der Küche gibt den Blick frei auf den Weinkeller. Überall Superlative und Luxus. Doch von der Technik kann ich nichts erkennen. „Das ist leider so. Unsere Gebäudesystemtechnik macht zwar dem Besitzer das Leben einfach, aber sehen soll man sie nicht“, meint Bernd Jung.

 

“Herzstück” der Villa liegt im Keller

 

Auch wenn Jung und Pawelczyk heute eigentlich über Ladesäulen für die beiden Elektrofahrzeuge des Hausbesitzers sprechen wollten, bekomme ich im Keller Einblick in die intelligente Haustechnik. Den technikbegeisterten Männern macht die Führung sichtlich Freude. Nun wird endgültig klar, dass wir uns in keinem gewöhnlichen Haus befinden: Ich entdecke mehrere Schaltschränke voll mit 150 Leitungs- und 40 Fehlerstromschutzschaltern von ABB Stotz-Kontakt dazu Wechselrichter von der ABB-Tochter Power One.

Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen auf dem Dach liefern Strom und heizen das Wasser, zwei Batteriespeicherlösungen stehen zur Verfügung. Auch sie sind intelligent in die Haustechnik eingebunden. Darüber hinaus wird das Hausklima intelligent gesteuert. Über die Decken kühlen und wärmen sich die Räume, gespeist aus den Tiefenbohrungen im Garten. Kamin und Fußbodenheizung sind obligatorisch, werden jedoch auch intelligent überwacht und eingebunden. Zum Wohlfühlcharakter tragen die im ganzen Haus verteilten rund 30 priOn-Bedienelemente der ABB-Tochter Busch-Jaeger bei. Technik kann eben auch schick sein. Der Hausbesitzer kann all das unkompliziert über fünf iPads steuern.

 

“Kümmerer” für Belange und Bedürfnisse seiner Kunden

 

Bernd Jung ist als gelernter Elektrohandwerksmeister in seinem Element. Ein freundschaftliches Verhältnis besteht zwischen dem großen Mann mit den sympathischen dunklen Augen und Andreas Pawelczyk, man duzt sich. „Die Bindung zum Kunden ist das Wichtigste für mich, ich mag den Umgang mit Menschen“, sagt Jung. Ob er ein typischer „Vertriebler“ sei, frage ich. Er sehe sich vielmehr als „Kümmerer“. Er bemühe sich um die Belange und Bedürfnisse seiner Kunden. Mit reinen Verkaufsgesprächen überzeuge man heute niemanden mehr.

So interessiert sich Jung auch für ein weiteres Bedürfnis seines Kunden: Der Besitzer des Hauses will zwei Elektofahrzeuge in der eigenen Garage und im Carport „betanken“. Zwei Ladestationen sollen hierfür installiert werden. Bernd Jung spricht mit Andreas Pawelczyk über die schlanke AC Ladestation, die es auch als Wandstation gibt. Oder soll es doch eine schnelle DC-Säule werden, die innerhalb von 30 Minuten ein Auto betanken kann? Infrage kämen beide. Doch es gibt noch keine Autos, die möchte der Häuslebauer erst noch anschaffen. Vom Look and Feel der Wandstation ist Pawelczyk zwar angetan, aber die Entscheidung wird vertagt bis die Fahrzeugtypen feststehen.

 

Komplettlösungen statt einzelner Produkte

 

Bernd Jung wird jedoch sowieso noch oft bei der Villa vorbeischauen, bis im Herbst der Besitzer Einzug halten wird. Generell hat Pawelczyk sehr gute Erfahrungen mit ABB gemacht und nutzt die Produkte gerne und häufig: „Ich finde es klasse, dass das Unternehmen mir meist eine komplette Palette und nicht nur einzelne Produkte bieten kann.“ Erheblichen Anteil an seiner Zufriedenheit hat dabei der „Kümmerer“ Bernd Jung, der weniger Produkte verkauft als vielmehr Komplettlösungen für die Wünsche und Probleme seiner Kunden anbietet. Nur so kam auch das Herzstück in die High-Tech-Villa bei Frankfurt: die intelligente Gebäudesystemsteuerung.

Weblinks:

 

ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John

www.abb.com

 

Sonnenbatterie / Esatek GmbH Elektrofachbetrieb und Energiesysteme

www.esatek.de